Alltägliches

Ich werde diesen Blog wahrscheinlich in Kürze schliessen und nur noch Norwegianwood weiterführen. Ich habe einfach keine Lust immer alles zwei Mal zu schreiben.

10.7.07 23:37, kommentieren

Ich komme nach Hause, endlich. Und dann wird gefeiert...

1 Kommentar 29.6.07 09:20, kommentieren

Martin Schenkel 1968 - 2003

Er wird keine Falten bekommen und keine schütteren Haare, sein Lachen wird nie künstlich werden und seine Spontaneität nie gespielt wirken. Er wird für immer der charmante Luftmensch sein, der Mädchenschwarm und Schwiegermuttertraum, und nie wird er in einem Radiostudio sitzen und tapfere Scherzchen machen müssen, wenn der Moderator ihn fragt: «Was machen Sie eigentlich heute, Herr Schenkel?»

Er wird unser eigener James Dean sein, durch die Magie des Mediums in ewiger Jugend festgehalten, er wird unvergessen sein und unsterblich, von einer eidgenössisch soliden Unsterblichkeit, ohne jeden Hauch von früh vollendeter Morbidität. Denn nichts an ihm war vollendet, als ihn die Krankheit aus dem Leben riss. Er hatte noch so viel vor. Er hatte so viele Pläne und verwirklichte mehr von ihnen als manch anderer, dem doppelt so viele Jahrzehnte vergönnt sind. Er lebte sein Leben mit ständig gedrückter Fast-forward-Taste, als ob er gewusst hätte, wie wenig ihm davon zugeteilt war.

Martin machte sich seinen Namen nicht in «East of Eden», sondern east of Winterthur, in einem Nest namens Sitterdorf, wo in einer viel zu engen ehemaligen Fensterfabrik «Fascht e Familie» gedreht wurde. In der allerersten Folge schon latschte er so scheinbar desinteressiert vor die Kamera, wie das nur Schauspieler können, die sich ihrer selbst ganz sicher sind, als wäre er ganz zufällig vorbeigekommen und wollte nur mal nachsehen, ob sich hier vielleicht was täte, das Spass machen könnte. Und spätestens als er zum ersten Mal sein stereotypes «Kei Detail!» sagte, spätestens als er zum ersten Mal in dieser typischen Geste den Kopf in die Hand stützte, den Mundwinkel von den Fingern verdeckt, als ob er ein ironisches Lächeln verbergen wollte, spätestens als er zum ersten Mal in die Kamera schaute, mit diesem leicht verschlafenen Blick, der so gar nicht zu seinem hellwachen Wesen passte, spätestens da war es, als hätten wir ihn alle schon immer gekannt, als hätte er schon immer zu uns gehört. «Fascht e Familie» hiess die Serie, und dass ihre Figuren von so vielen Menschen als Familienmitglieder akzeptiert wurden, hatte eine Menge mit Martin Schenkel zu tun.

Auf den plötzlichen Ruhm, der da über ihn hereinbrach, reagierte er zuerst mit Überraschung, dann mit Amüsement und sehr bald mit der Souveränität eines Profis, der den Medien liefert, was der Erfolg von ihm verlangt, ohne sich ihnen je auszuliefern. Denn er war, überraschend für jemanden, der so viel und so gern im Rampenlicht stand, ein sehr privater Mensch, der die Fragen, die ihn wirklich beschäftigten, nicht jedem Reporter ins Mikrofon diktierte.

Und wenn er glaubte, eine Antwort gefunden zu haben, dann fasste er die am liebsten in ein paar englische Verse und sang sie mit seiner Band. «My Own Way», wie seine letzte CD hiess. Ich hatte ihn, schien mir, nie so glücklich gesehen wie an dem Tag, als er vor lauter Schwung fast auf die Bühne hechtete, um für dieses Album den Prix Walo entgegenzunehmen – und doch war das dieselbe Veranstaltung, an der er mich hinterher in eine Ecke zog, um mir anzuvertrauen, die Krankheit habe wieder eingesetzt und diesmal mache er sich keine Hoffnung auf Heilung. Und dann ging er zur Party und liess sich nichts anmerken.

Am liebsten hätte Martin wohl nur Musik gemacht. In seiner Selbstdefinition war er ein Sänger, der auch mal schauspielert, nicht ein Schauspieler, der auch mal singt.

Aber man kann sich nicht aussuchen, wofür einen die Menschen lieben. Wenn man in fünfzig Jahren von ihm spricht – und ich wage die Prophezeiung: Man wird in fünfzig Jahren noch von ihm sprechen –, dann wird es nicht um den Musiker Martin Schenkel gehen. In dem Bild, das von ihm bleiben wird, wird er ein bemaltes T-Shirt tragen, so wie James Dean für alle Zeiten seine Lederjacke, ein gutschweizerischer Rebell, der sich so zu sein getraute, wie wir alle auch immer gerne wären, und der das so sympathisch tat, wie wir es nie sein werden.

Und er wird jung sein und immer jung bleiben. Wer früh stirbt, lebt länger.

Nachruf von Charles Lewinsky


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14.6.07 14:27, kommentieren

Ein Statement fuer Schwulenrechte in Litauen.
Bitte liebe Jungs, in der Schweiz sind wir auch sehr konservativ, da brauchen wir am 8. Juli in Montreux auch eine kleine Demonstration, biiiiittttteeeeeeeeee....







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10.6.07 15:22, kommentieren

Nichts Neues hier.

Ich habe die 2. Staffel House gekauft und die ersten drei von Buffy. So bin ich Abend fuer Abend beschaeftigt.

Ich gehe an aerzte Konzerte. Am 23.11 in Freiburg und am 4.12 in Zuerich.

Meine Grossmutter und meine Cousinen sind hier.

Ich kriege vielleicht irgendwann einmal noch ein Geschwisterchen.

Noch drei Wochen.

Noch vier Wochen bis Placebo.

Es ist heiss hier, sehr heiss.

Ich bin muede. Will nach Hause.

Ich gehe ab und zu zum Japaner, tue etwas Gutes fuer mich und goenne mir ein Sashimi.

Bis bald...

3 Kommentare 9.6.07 14:13, kommentieren

Ich habe Kopfschmerzen. Schon seit drei Tagen. Ich weiss nicht, was ich dagegen tun kann. Das Scheissbett hier ist Schuld, ich bin sicher. Mein Ruecken und meine Schultern sind total verspannt, ich brauche dringend eine Massage.
Naja, in vier Wochen habe ich mein Bett wieder. Endlich.

31.5.07 14:27, kommentieren

Herzlichen Dank für die zahlreichen Glückwünsche, sie haben mir den gestrigen Tag wirklich erleichtert. Ich hatte meine Hochs und Tiefs, aber im Grossen und Ganzen habe ich einen schönen Tag verbracht. Zum Mittagessen habe ich mich mit Freunden aus La Rochelle getroffen, wir sind Sushi essen gegangen und ich habe wieder einmal gemerkt, wie sehr ich sie vermisse.
Danach hat mich Allan aus Japan angerufen, auch wenn ich kaum etwas verstanden habe.
Der Spätnachmittag war ein bisschen naja, aber am Abend habe ich von meiner Gastmutter einen Kuchen mit Kerzen gekriegt und danach bin ich noch was trinken gegangen, und es war sehr schön.

Ich weiss wirklich nicht, wieso ich letzte Woche so ein Panikgefühl hatte, aber jetzt geht es mir wieder gut und ich kann ja schon bald nach Hause.

Heute ist jetzt erst einmal The 69 Eyes angesagt. Let's rock...

2 Kommentare 23.5.07 10:44, kommentieren